Die bunten Ballone von trauerschmiede fliegen umher.

kleine Hilfe in schweren Zeiten ...

Es ist wichtig  zu wissen, das Kinder nicht "nur" trauern wenn ein geliebter Mensch gestorben ist. Kinder trauern in verschiedenen Situationen ihr ihrem Leben. Das kann auch durch Scheidung oder Trennung sein. Oder wenn der beste Freund umzieht, wenn die Lieblings Lehrerin weg geht oder wenn das Haustier gestorben ist.  Trauer findet häufig im Alltag statt und wird selten von den Erwachsenen erkannt. Das macht es den Kindern sehr schwer sich verstanden zu fühlen.

 

Ein trauerndes Kind braucht in erster Linie Menschen die es lieben und versuchen, sich mit der kindlichen Trauer auseinander zu setzen. Wenn Kinder sich verstanden fühlen und sie das Gefühl haben, dass man ihnen zuhört, egal wie "daneben" sie sich für die Erwachsenenwelt gerade benehmen, fühlen sie sich nicht so hilflos und alleine.

 

  • Kinder aller Altersstufen sollten in die Abschieds- und Beerdigungszeremonie mit einbezogen werden. Wichtig wäre allerdings gerade bei der Beerdigung, die Begleitung der Kinder einer ihnen vertrauten Person zu übergeben. Dies ist in vielen Fällen eine Entlastung für die betroffenen Erwachsenen wie auch für die Kinder. - Lassen sie sich von Freunden, Nachbarn, bekannte oder prof. Helfern helfen

  • Bieten sie den Kindern Möglichkeiten, um sich aktiv an der Beerdigung zu beteiligen (Zeichnungen, Brief schreiben, ein Lied aussuchen, Blumen etc.) das Hilft den Kindern in ihrem Verarbeitungsprozess und schenkt ihnen das Gefühl nicht nutzlos zu sein

  • Sprechen sie offen und ehrlich mit dem Kind über das Ereignis und hören sie zu, was es ihnen sagen möchte oder ihm durch den Kopf geht. Kinder möchten alles immer ganz genau wissen und merken sehr schnell, wenn wir ihnen etwas verheimlichen. Trauen sie dem Kind die Wahrheit zu, es geht ihnen allen besser damit.

  • Je nach Alter des Kindes können sehr krasse Fragen auftreten im Umgang mit dem Tod, die uns Erwachsene oft auch mal erschüttern können. Seien sie beruhigt, das ist in Ordnung und sie dürfen alle Fragen kindlich und ehrlich Beantworten.

  • Seien sie vorsichtig mit Aussagen wie "er ist eingeschlafen", "ist auf eine Reise gegangen", "er lebt jetzt im Himmel". Solche, nicht fassbaren Erklärungen, können Kinder ab 6 Jahren mehr verwirren als die ehrliche Antwort "er ist tot". Wichtig ist allerdings das Nachfragen beim Kind, wie es sich denn der Tod selber vorstellt? Wenn Sie fragen des Kindes nicht beantworten können ("Wo ist Papi jetzt?"), geben sie dies einfach zu und fragen sie zurück: "Was glaubst du?". Kinder wollen nicht die perfekte Antwort, sie wollen einfach, dass man ihnen zuhört und mit ihnen redet.

  • Bieten Sie Körperkontakt an (halten sie die Hand oder nehmen sie es in den Arm)

  • Kinder brauchen Lob, Zuwendung und Anerkennung

  • Lassen sie das Ereignis malen oder nachspielen, fördern sie phantasievolle Lösungen aber bewerten sie das Kind nie.

  • Lassen sie Gefühle und Gefühlsausbrüche zu und kritisieren sie diese nicht. Helfen sie die Emotionen genauer zu beschreiben. Gelingt dies, weiss das Kind dass sie es verstehen. Bei heftigen gewalttätigen Wutausbrüchen sollten Grenzen gesetzt werden.

  • Nehmen sie Schuldgefühle beim Kind ernst. Erklären sie das Grübeln und Nachdenken dazu gehören und helfen sie dem Kind dabei herauszufinden, ob die Schuldgefühle gerechtfertigt sind oder nicht.

  • Rituale bieten Trost und Halt in schweren Zeiten, versuchen sie solche mit einzubinden (zum Einschlafen, zur Erinnerung, zum Abschiednehmen, zur Trauer) Vor allem bei kleineren Kindern sollte versucht werden, keine Veränderungen im Ablauf der Tagesaktivitäten vorzunehmen (Pflege, Essenzeiten, Einschlafzeiten, Schlafort) - alles sollte möglichst so bleiben wie vor dem Todesfall.

  • Zeigen sie dem Kind offen auch ihre Gefühle und ihren Schmerz, dass macht dem Kind Mut, selber zu seinen Gefühlen zu stehen.

  • Erklären sie dem Kind, dass die Lebenssituation aussergewöhnlich ist und nicht es selber. Dass es keine Schuld hat und dass man sich hilflos und hoffnungslos fühlt nach so einem Verlust. Das jedes Gefühl im Herzen sein darf und dass man zusammen diese schwere Zeit durchstehen wird.

  • Wichtig für Trauernde ist es zu spüren, dass sie den Verstorbenen nicht loslassen müssen, sondern das man gemeinsam, durch Rituale und gemeinsamen Erzählungen, einen Platz im neuen Leben für den Verstorbenen schaffen kann. Eine Familie die gemeinsam trauert, sich gemeinsam erinnert, schafft neue starke Bindungen.