Die bunten Ballone von trauerschmiede fliegen umher.

Kinder trauern anders ... !!

Trauer ist eine natürliche Antwort auf Verlust und im Grunde eine gesunde und angeborene Reaktion. Man ist traurig weil man etwas Wichtiges verloren hat und man sich vom einen Moment auf den anderen von Träumen und Wünschen verabschieden muss.

 

Kindertrauer ist definitiv Schwerstarbeit für die Kinderseele. Abhängig von der Altersstufe, gehen sie sehr unterschiedlich mit einem Verlust um. Kinder trauern im  Gegenzug zu den Erwachsenen, nicht im Meer der Trauer, sondern in Pfützen. Sie springen rein und wieder raus, innert Minuten können sie wechseln zwischen Lachen und Weinen.

 

Das ist richtig und wichtig für ihr Herz und ihre Seele, anders können Kinder unglaublich schwere Zeiten gar nicht überstehen. Sie schützen sich so vor einer Überbeanspruchung. Lange Trauerphasen wären eine zu grosse Bedrohung für das wachsende Kind.

 

Wichtig ist das Erwachsene nicht denken, dass Kinder nicht trauern, nur weil sie lachen und rumtoben. Kinder müssen trotzdem oder genau deswegen ernst genommen werden. Erwachsene dürfen in solchen Situationen nicht glauben, dass die Kinder den Ernst der Lage nicht verstanden hätten.

 

Für Kinder ist es oft schwierig ihre Trauer zu zeigen, sie verschliessen sich dann oft, ziehen sich zurück oder werden aggressiv.

  • Wut- und Tobsuchtsanfälle oder mehr Aufmerksamkeit einfordert
  • Verlustängste
  • Antriebslosigkeit
  • Einschlafschwierigkeiten und Albträume
  • Probleme beim Essverhalten
  • oft Verschlechterung der schulischen Leistung
  • psychosomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Asthma oder gar Hautausschläge können vorkommen
  • auch können Kinder wieder Einnässen und anfangen am Daumen zu lutschen.

Erwachsenen ginge es am einfachsten, wenn Kinder weinend trauern würden. So wüssten sie wie handeln, denn Tränen rufen nach Trost.

Leider trauern Kinder nicht immer so, wie man es gerne hätte. Das störrische, aggressive oder auch das überdrehte Verhalten eines Kindes, macht Erwachsene oft hilflos, unsicher und ohnmächtig. Dabei ist es einfach nur ein kraftvoller Ausdruck der Verlassenheit.

 

Wichtig ist es, die Kinder in dieser traumatischen Zeit zu begleiten und ihnen einen Raum zu geben, wo sie sein können, wie sie sind.

Wo sie Ihre Trauer auf ihre Art erleben und ihren ganz eigenen und persönlichen Trauerweg gehen dürfen.

 

Trauernde Kinder sind sehr verletzlich und doch sollen wir Erwachsene darauf vertrauen, dass mit einer guten Begleitung, in jedem Kind Wachstums- und Heilungsprozesse vorhanden sind und hervorgeholt werden können, um so den Kindern zu helfen, ihre Trauer zu bewältigen.